Sexuelle Belästigung? Eine Ärztin hat einen skurrilen Ratschlag!


Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz trifft besonders häufig Frauen und bringt sie in eine schwierige Situation. Den Übeltäter vor den Kopf stoßen, obwohl dieser auf der Hierarchieleiter in einer erhöhten Position sitzt?
In so einer Situation wissen sich viele Frauen nicht zu helfen. Sie sind im Recht - das wissen sie. Doch gleichzeitig fürchten sie, dass die gekränkte Eitelkeit des Mannes der eigenen Karriere zum Verhängnis werden kann. Also wie reagieren?

Australische Chirurgin rät Mädchen sexuelle Belästigung zu akzeptieren

Die australische Chirurgin Gabrielle McMullin hat jetzt in einem Interview mit dem Radiosender ABC auf die sexuelle Belästigung von Medizinerinnen in Krankenhäusern aufmerksam gemacht. Ihr ungewöhnlicher Ratschlag: Die beste Entscheidung, die Frauen treffen können, ist, auf das unmoralische Angebot einzugehen. Denn eine Abfuhr würde nur der Karriere schaden.

Gleichzeitig rät sie Frauen davon ab, in die Medizinbranche zu gehen. Dort sollen nämlich äußerst festgefahrene Strukturen herrschen, Sexismus unter männlichen Chirurgen soll selbstverständlich sein.

Ein Blowjob hätte ihre Karriere retten können

McMullin erzählte dem Sender exemplarisch von einer jungen neurochirurgischen Praktikantin Caroline aus Melbourne. Als diese eines Nachts von ihrem männlichen Mentor sexuell angegriffen wurde, soll sie aus dem Büro gestürmt sein. Doch ihr Horror ging weiter. Nach dem Übergriff wurden ihr offenbar die schlechtesten Zeugnisse ausgestellt. Und einen Job an einem australischen Krankenhaus bekam sie wohl auch nicht mehr.

Die Chirurgin Dr. Gebrielle McMullin fand dazu folgende Worte:

Sie wäre besser damit gefahren, ihm in dieser Nacht einen Blowjob zu verpassen.
Was ich meinen Trainees rate ist: Wenn sich jemand wegen Sex an dich ranmacht, dann ist es wohl die sicherste Lösung im Hinblick auf die Karriere, die Forderung zu erfüllen. Das Schlimmste was man womöglich machen kann, ist es, sich bei einem Aufsichtsgremium zu beschweren, denn dann geht es dir wie Caroline und du kannst dir sicher sein, dass du nie mehr eine Stelle an einem staatlichen Krankenhaus finden wirst.
Ein Aufreger für alle Feministen

Der Ratschlag der Australierin dürfte viele Frauen wohl zur Weißglut bringen. Kaum zu glauben, wie offensiv die Chirurgin weibliche Anfängerinnen als wehrlose Spielbälle der männlichen Hierarchie herabwürdigt. Und tatsächlich soll es laut „The Guardian“ nach ihrem Statement Kritik von Feministengruppen gegeben haben.

Ironische Aufdeckung katastrophaler Zustände

Nach Informationen des Blattes soll ihr dubioser Ratschlag allerdings ironisch gemeint gewesen sein. Sie habe lediglich auf die Probleme in der Branche aufmerksam machen wollen, erklärte die Ärztin.